Die Dosenrakete

Wir haben Euch gefragt: Warum explodiert die Dose? Und hier kommt die Antwort! In die Dose haben wir eine Brausetablette gegeben, die Dose mit Wasser gefüllt und dann schnell den Deckel draufgemacht. Was passiert? Die Brausetablette löst sich im Wasser auf. Dabei wird Kohlensäure aus der Brausetablette freigesetzt. Die Kohlensäure braucht Platz. Sie kann aber nicht aus der Dose raus, denn da ist ja der Deckel drauf. Je mehr sich die Tablette auflöst, desto mehr Kohlensäure entsteht. Und desto größer wird der Druck auf den Deckel. Irgendwann ist der Druck so groß, dass der Deckel aufspringt. Die Kohlensäure könnt Ihr auch sehen. Wenn das Wasser aus der Dose läuft, dann seht Ihr kleine Luftbläschen. Das ist die Kohlensäure aus der Brausetablette.

Wenn der Luftballon die Haare zu Berge stehen lässt,

Womit hat das dann zu tun?

Was passiert, wenn man einen Luftballon an den Haaren reibt? Die Haare werden vom Ballon angezogen. Aber das hat nichts mit Magnetismus zu tun, sondern mit Elektrizität. Genauer gesagt, mit Reibungselektrizität. Die kennt man schon seit über 2500 Jahren. Und so funktioniert das Ganze: Alles um uns herum, auch die Haare und der Luftballon, bestehen aus Atomen. Atome enthalten positiv und negativ geladene Teilchen. Normalerweise ist die Anzahl der positiv und negativ geladenen Teilchen in einem Atom ausgeglichen. Wenn man den Luftballon an den Haaren reibt, wandern negativ geladene Teilchen von den Haaren zum Luftballon. Der Ballon wird negativ aufgeladen. Und die Haare sind durch den Verlust der negativen Teilchen positiv aufgeladen. Hält man den negativ aufgeladenen Ballon an die Haare, entsteht ein Strom, weil die negativ geladenen Teilchen vom Ballon zu den positiv geladenen Haaren zurückwandern. Dadurch werden die Haare vom Ballon angezogen.

Der schwebende Tischtennisball

Wie kann man einen Tischtennisball über einem Föhn schweben lassen? Das sieht aus wie Zauberei, aber es hat mit dem Bernoulli-Effekt zu tun. Was das ist, habt Ihr ja schon in unserem Film „Warum fliegen Flugzeuge“ gesehen. Der Tischtennisball liegt im Luftstrom des Föhns und die Luft strömt am runden Ball entlang. Bewegt sich der Ball zum Beispiel ein bisschen nach rechts, dann kann die Luft auf der linken Seite leichter und damit schneller am Ball vorbeiströmen. Es entsteht ein Sog, der dafür sorgt, dass sich der Ball auf die linke Seite des Luftstroms zurückbewegt. Und umgekehrt funktioniert das genauso. Deshalb tanzt der Ball

Das schwebende Blatt!

Wenn sich unser Kameraassistent Michel ein Blatt Papier über seine Hände legt und dann kräftig über das Papier pustet, dann hebt sich das Blatt wie von selbst nach oben. Kann Michel etwa zaubern? Nein! Dieses Phänomen lässt sich mit dem sogenannten Bernoulli-Effekt erklären. Und der funktioniert so: Wenn Michel über das Papier pustet, dann strömt dort die Luft schneller als unter dem Papier. Je schneller die Luft strömt, desto niedriger wird der Luftdruck und da, wo niedriger Luftdruck herrscht, entsteht ein Sog. Und dieser Sog zieht unser Blatt Papier nach oben. Und wenn Ihr vergessen habt, warum man dieses Phänomen den Bernoulli-Effekt nennt, dann schaut Euch unter Suchmich nochmal unseren Film: „Warum fliegen Flugzeuge?“ an!

Flaschendrehen

Wenn man eine Flasche leermachen möchte, dann kann man sie einfach auf den Kopf stellen und das Wasser läuft raus. Aber das dauert.... Das liegt daran, dass beim Ausschütten Luftblasen in die Flasche gelangen und bis zum Flaschenboden aufsteigen. Das merkt man daran, dass das Wasser beim Rauskommen laut gluckert. Es bildet sich ein Vakuum (ein luftleerer Raum) in der Flasche. Das Vakuum will das Wasser in der Flasche halten. Nur wenn eine Luftblase bis zum Flaschenboden aufsteigt, kann etwas Wasser aus der Flasche rauslaufen. Und so geht das immer weiter, Luftblase für Luftblase. Da muss man Geduld haben, bis alles Wasser ausgelaufen ist. Es gibt aber einen einfachen Trick: die Flasche schnell im Kreis rotieren lassen, bevor man sie auf den Kopf stellt. Dabei wird nämlich das Wasser mithilfe der Zentrifugalkraft an die Rundung der Flasche gedrückt und in der Mitte bildet sich eine Art Luftkanal, durch den die Luft von außen in die Flasche gelangen kann. Und das Wasser kann am Rand des Flaschenhalses ganz schnell aus der Flasche rausfließen. Und das geht ganz schnell! Probiert es doch einfach mal aus!